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Stellenbeschreibungen und Stellenausschreibungen

Stellenbeschreibungen sind keine Stellenausschreibungen. Von einer Stellenausschreibung spricht man dann, wenn eine zu besetzende Stelle ausgeschrieben wird – intern oder extern –, wenn also ein passender Bewerber für eine vakante Stelle gesucht wird. Um mit einer solchen Stellenausschreibung jene Personen zu erreichen und anzusprechen, die von ihrer Qualifikation, von ihrer persönlichen Eignung und von ihren sonstigen Fähigkeiten auf die zu besetzende Stelle möglichst gut passen, sind zweierlei Dinge erforderlich: Erstens muss das richtige Kommunikationsmedium gewählt werden. Dabei kommt vom Aushang am Schwarzen

Brett in der Firma über die Anzeige in der regionalen, in der überregionalen oder in der Fachpresse bis hin zu Anzeigen im Internet alles in Frage. Entscheidend ist dabei, dass jenes Medium gewählt wird, welches aller Voraussicht nach von den passenden Kandidaten auch gelesen wird. Aber dieser Aspekt interessiert uns hier weniger. Zweitens ist es natürlich unerlässlich, dass der Text der Ausschreibung jene Informationen liefert, die ein potenzieller Bewerber braucht, um sich zu einer Bewerbung um diesen Posten entschließen zu können. Damit wären wir wieder beim Thema: Diese Informationen – also die genaue Bezeichnung der Stelle, was auf dieser Stelle erreicht werden soll, welche Aufgaben auf dieser Stelle liegen, welche Befugnisse der Stelleninhaber hat – liefert die (gut gemachte) Stellenbeschreibung. Gibt es für die auszuschreibende Stelle keine brauchbare Stellenbeschreibung, dann kommt es unvermeidlich zu jenen grotesken, unverständlichen, banalen und dummen Ausschreibungstexten, die wir Woche für Woche im Anzeigenteil großer überregionaler Zeitungen oder täglich im Internet lesen können. Natürlich, und das darf nicht unter den Tisch fallen, enthält eine Stellenausschreibung auch das persönliche Anforderungsprofil an den neuen Stelleninhaber. Welche persönliche Eigenschaften muss er/sollte er haben? Welches besondere Wissen und Können? Fassen wir zusammen: Eine professionelle Stellenausschreibung speist sich aus zwei Quellen:  aus einer gut gemachten Stellenbeschreibung und aus einem Anforderungsprofil, welches sich über das Niveau von Allerweltsvokabeln der Art "belastbar", "engagiert" u.ä. erhebt. Der Bewerber sollte, wenn er denn wirklich ein Profi ist, sich sofort nach Kontaktaufnahme mit dem ausschreibenden Unternehmen die Stellenbeschreibung der Stelle schicken lassen, auf die er sich beworben hat. Kann das werbende Unternehmen dann nichts Überzeugendes anbieten, ist Vorsicht geboten. Schwierigkeiten werden nicht ausbleiben und liegen in der Logik der Zusammenhänge.